Tairua

Denn es kommt immer anders als man denkt

Orewa Beach

Da wir uns wieder an der Ostküste befinden, darf natürlich ein Sonnenaufgang zum Frühstück nicht fehlen. Gut, wir bekommen nur noch das letzte bisschen mit. Ist aber trotzdem schön.

Es plätschern ein paar Wellen rein. Allerdings doch etwas zu klein für uns. Dafür bräuchte man eher ein Longboard.

Somit brechen wir auf und machen uns auf den Weg Richtung Tāwharanui Regional Park. Wir sind gespannt, was sich so verändert hat und was der Tag bringen wird. Ich kann allerdings jetzt schon sagen: „Es kommt immer alles anders als man denkt.“

Den ersten Zwischenstopp legen wir gleich nach ein paar hundert Metern am Arundel Reserve ein. Nicht weiter spannend und an der Wellensituation hat sich auch kaum etwas verändert.

Daher fahren wir relativ schnell weiter, wobei wir kurz darauf schon wieder einen Stopp einlegen am Wenderholm Regional Park. Wir laufen ein bisschen rum, verschaffen uns einen kleinen Überblick, beobachten ein paar neuseeländische Familien wie sie ihr Boot startklar machen. Aber dann zieht es uns auch schon wieder weiter, denn wir haben immer noch das Ziel nach Tāwharanui zu fahren.

Wenderholm Regional Park

Kleiner Exkurs – Stau-Gespräche:

Es ist 10.12 Uhr, wir hatten also mehr oder weniger gerade erst gefrühstückt. Wir sitzen im Auto, der erste Stau fängt an und ich schwelge in Erinnerungen an Tāwharanui und die süße kleine Bäckerei ganz in der Nähe.

Ich: „Ob die Bäckerei wohl noch da ist?“ Rainer: „Warum? Hast du auch schon wieder Hunger?“

Verkehrsregelung in NZ

Tawharanui Regional Park

… leider eine kleine Enttäuschung

Es ist unfassbar voll und es werden auch immer mehr Leute. Es hat nichts mehr von dem Charme von vor 6 Jahren. Ob es nur daran liegt, dass gerade Wochenende ist? Oder boomt diese Gegend generell mehr als damals? Wäre durchaus verständlich, denn es ist wunderschön und sehr nah zu Auckland. Allerdings ist das jetzt nichts für uns, oder zumindest nicht das, was wir uns vorgestellt hatten, daher hauen wir schnell wieder ab.

Auf dem Rückweg halten wir dann an der Bäckerei, die in unserer Erinnerung mitten im Nirgendwo lag und leckeres Brot hatte und natürlich Gebäck. ;-)

Heute erfahren wir, dass der Bäcker Deutscher ist. Eigentlich keine große Überraschung – bei dem Brot! Uns spricht eine Mitarbeiterin an, die ebenfalls Deutsche ist und seit 1,5 Jahren hier lebt. Sie berät uns, welches Brot am besten schmeckt. Wir nehmen natürlich eins mit und kaufen dazu gleich noch zwei Cinnamon Brioche und zwei Flat White.

Plume Café

Dann entscheiden wir uns wieder zurück nach Whangamata zu fahren. Das war der Ausgangspunkt unserer Reise und wir hoffen dort mehr Wellen und etwas mehr Ruhe zu finden. In München wird es wieder hektisch genug, wir wollen noch die Verlassenheit von Neuseeland genießen.

Ich sitze gerade auf dem Beifahrersitz unseres Campers und wir sind fast da, als ich diese Zeilen schreibe. Jetzt heißt es Daumen drücken. 

Erst lief alles super, wir kommen diesmal gut durch den Verkehr. Doch dann lernen wir Neuseeland von einer anderen, einer überfüllten Seite, kenne. Wir fahren mindestens 4 Camping Plätze, inklusive free Camping Spots an, bis wir endlich durch Zufall eine Bleibe für die Nacht finden. Einen neuen Camping Platz, der gerade erst aufgemacht hatte. Denn wild campen ist eben nur an den ausgewiesenen Stellen erlaubt und die Spots waren alle schon belegt. Falls man sich einfach irgendwo hinstellt und man erwischt wird, kann es teuer werden… zumindest, wenn man Pech hat. Und wir wollen es nicht darauf anlegen.

Am Ende haben wir leider keinen Surf mehr bekommen, aber hatten immerhin einen netten kleinen Ort „Tairua“ entdeckt. Nachdem wir uns eingerichtet hatten, sind wir noch zum Strand gelaufen und dort ins Wasser gesprungen, zumindest nochmal baden, wenn es schon keine Wellen gibt.

Tairua

Die Häuser hier sind einfach der Hammer. Wenn man so wohnt, dann braucht man wohl tatsächlich nicht wegfliegen. Mit super großer Terrasse und Fensterfront Richtung Meer. Wer jetzt denkt, aber da schaut mir ja jeder ins Wohnzimmer?! Eben nicht, denn außer uns waren vielleicht noch 2-3 Leute mit Hund unterwegs und noch 2-3 andere Strandspaziergänger und das war’s.

Ach Neuseeland, du bist einfach wunderbar. 🙂

Tag 21 – unser vorerst letzter Surf:

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