Morgen-Surf in Mangamaunu

Und speed Sightseeing in Christchurch

Mangamaunu

Christchurch im Aufbau

Von Kaikoura fahren wir nochmal nach Mangamaunu zum Surfen. Rainer paddelt raus und ich schaffe tatsächlich ein Bild mit ihm auf der Welle und dem “Kiwi Rail” im Hintergrund. Als ich mit Zeichensprache versuche zu deuten, was ich für eine coole Aufnahme hinbekommen hab, denkt Rainer ich gebe “Hai-Alarm” Warnzeichen. Zeichensprache funktioniert also (noch) nicht so gut.

Da es immer stürmischer wird und die Vorhersage auch keine guten Wellen mehr verspricht, brechen wir auf nach Christchurch. Unterwegs machen wir halt am Mainline Station Café in Domett. Sehr zu empfehlen: leckerer Kaffee und selbstgemachtes Gebäck. Man merkt, es ist alles mit Liebe gemacht und das Café wirkt auch echt stylisch alternativ.

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Als wir in Christchurch ankommen regnet es in Strömen. Beim Kampf mit dem Parkautomaten treffen wir auf einen netten Kiwi, der irgendwann zu dem Schluss kommt.

“It is kaputt … Scheisse.”

Ja, das ist kein Tippfehler. Auf diese beiden deutschen Worte ist er sehr stolz und freut sich riesig, dass er etwas auf Deutsch zu uns sagen kann. Der war echt lustig. Seinen Schirm hatte er zugeklappt in der Hand. Er meinte, er ist Farmer und freut sich über Regen. Dann hat er noch eine Weile mit uns über Gott und die Welt geplaudert und ist weitergezogen.

Wir laufen also ohne Parkschein in die Stadt. Interessierte aber auch keinen. Vielleicht weil die Leute hier ganz andere Probleme haben als Touristen ohne Parkschein. Man sieht noch sehr deutlich die Spuren der Erdbeben von 2010 und 2011. Die Stadt ist eine einzige Baustelle und viele Häuser stehen noch leer und / oder werden von dicken Stahlträgern gestützt. Leider sind damals auch viele historische Gebäude eingestürzt, wie der Kirchturm der Christ Church, der komplett in sich zusammengesackt ist.

Man sieht hier sehr gut wie lange ein Wiederaufbau dauert. Kaum vorstellbar wie es direkt nach den Beben ausgeschaut haben muss. Wobei man hier natürlich nur von sichtbaren Schäden sprechen kann. Von all dem anderen Leid möchte ich gar nicht erst anfangen. Immerhin leben immer noch Menschen, die ihr Haus verloren haben auf Campingplätzen und wissen nicht wann und ob sie zurückkehren können.

Es war auf jeden Fall ein komisches Gefühl durch die Straßen zu laufen und all die kaputten und verlassenen Häuser zu sehen und auf der anderen Seite wirkte alles so normal. Der Alltag ist ja schon lange wieder in die Stadt zurückgekehrt.

Aufgrund des Regens sind wir relativ schnell fertig mit unserer Sightseeing Tour. Außerdem ist es schon Abend und wir brauchen noch einen Platz zum Schlafen.

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