Slow Down in Gisborne

15. Februar 2020

Wir starten wieder früh in den Tag und stehen gemeinsam mit der Sonne auf. Auch wenn wir keinen hotspot in vorderster Front haben, müssen wir nur einmal umfallen und stehen am Meer. Dort beobachten wir, wie die Sonne gegen die Wolkenschicht ankämpft und versucht sich ihren Weg zu bahnen. Doch auch ohne roten Feuerball, gibt es ein schönes Farbspiel.

Der heutige Tag steht ansonsten unter dem Motto „slow down“ und einfach mal nur ein bisschen rumhängen. Daher wird erst mal gefrühstückt, dann noch ein Schwätzchen mit unserem Nachbarn gehalten. Ein alter Surf-Dude, der sein Surfwissen über die Gegend mit uns teilt. Ich schätze, er ist um die 60. Fährt aber immer noch ein Shortboard, das ist definitiv motivierend für die Zukunft. Er war auch schon in Europa unterwegs und hat schon einige Wellen in seinem Leben gesurft. Ich würde ihn zu gerne mal in Action sehen, aber leider ist sein Brett gerade in Reparatur.

Sonnenaufgang

Nach dem kleinen Plausch machen wir uns auf den Weg. Als erstes fahren wir an die bekannten Strände gleich um die Ecke – Makorori und Wainui Beach. Schaut nicht super einladend aus, daher fahren wir erst mal weiter zur Sponge Bay. Hier waren wir bisher noch nicht. Zum Surfen ist allerdings nicht viel da. Wir machen nur ein paar Bilder und fahren dann nochmal zurück zum Makorori.

Sponge Bay

Makorori Beach

Hier springt Rainer ins Wasser. Ich setze mich in den Windschatten des Buses und lese ein bisschen. Kleiner Exkurs – „Olga“ von Bernhard Schlink, wirklich gut. Kann ich empfehlen.

Es ist wirklich nicht viel los und irgendwann ist Rainer allein im Wasser. Kurz nachdem ich mir dachte, das fände ich jetzt unheimlich. Kommt er auch schon zurück.

Zeit für einen Kaffee. Irgendwann hab ich mal gelesen, dass „Raglan Roast“ nach Gisborne expandierte. Perfekt! Wir schauen kurz nach, wo genau das Café ist und machen uns auf den Weg. Wir bestellen einen Flat White, nehmen noch frisch gemahlene Bohnen für die French Press mit und kaufen noch ein Glas des „Gizzy Honigs“. Unser Honig-Verbrauch ist hier extrem hoch, aber es schmeckt auch einfach super lecker. Und ich denke es spricht nichts dagegen in jeder Region ein Gläschen lokalen Honigs zu kaufen. In Neuseeland sind die Bienen bestimmt besonders glücklich.

Frisch gestärkt fahren wir in die Stadt zum Hauptstrand in der Poverty Bay. Ich bin immer noch im Energiesparmodus und entscheide mich gegen einen Surf. Ich will endlich diese lästige Erkältung loswerden. Rainer springt bei „Gizzy Pipe“ nochmal rein und genießt den leeren Strand und das leere Line-Up. Derweil widme ich mich wieder meinem Buch.

Poverty Bay – Stadtstrand

  • Ich mag keine Kreuzfahrtschiffe, aber dennoch ist ihre Größe faszinierend.

Nochmal ein kurzer Abstecher in den Supermarkt. Es ist super voll und mega hektisch. Eigentlich total untypisch für Neuseeland. Oder zumindest so wie wir es kennen. Ich bin mit dem ganzen Gewusel etwas überfordert, liegt aber evtl. auch daran, dass ich gerade mein Energie-Level runtergefahren hatte und eigentlich nur meine Ruhe wollte. Da baut sich neben mir eine Frau auf, die ebenfalls entnervt zu sein scheint von der Situation und brustet genervt heraus:

„It‘s like Auckland here!!“

Genervte Frau im Supermarkt

Gut, dann bin ich wohl nicht alleine mit meiner Einschätzung, dass dieses Treiben hier relativ überraschend ist.

Wir beenden den Tag mit Kochen, Karten spielen und Ingwer Tee.

Am nächsten Tag war schon wieder deutlich mehr los – zu Tag 7:

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